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Streckenrekord beim Race Across Germany: Christian Körner siegt in seiner Altersklasse

2026-09-01 16:24:18 | Carsten Deiters

Ein Wochenende, das so schnell keiner der Beteiligten vergessen wird: Christian Körner hat beim Race Across Germany auf der Strecke von Eschwege nach Görlitz nicht nur in  seiner Altersklasse gewonnen, sondern gleichzeitig einen neuen Streckenrekord aufgestellt.

Der Startschuss fiel am Freitagabend um 20:36 Uhr in Eschwege. Noch kurz zuvor hatte es kräftig geregnet, die Straßen waren nass und die Bedingungen alles andere als einladend. Doch pünktlich zum Start hörte der Regen auf – und sollte für den Rest des Rennens auch nicht mehr zurückkehren.

Christian ging für den ETSV an den Start und wurde vom Cube Store Eschwege mit Material sowie von OMS Antriebstechnik mit dem Supportfahrzeug unterstützt. Gefahren wurde „supported“, also mit Begleitfahrzeug. Darin saßen Volker vom ETSV und Carsten vom Cube Store Eschwege, die ihn über die gesamte Strecke begleiteten.

Schon vor dem Rennen wurde deutlich, wie akribisch Christian sich vorbereitet hatte. Gerade bei einer Distanz von mehr als 400 Kilometern entscheidet nicht nur die Form, sondern auch die Versorgung. Getränke und Verpflegung waren deshalb exakt vorbereitet. Flaschen und Verpflegungsbeutel waren nummeriert und so sortiert, dass während des Rennens möglichst schnell und ohne unnötige Unterbrechungen versorgt werden konnte.

Auch beim Material wurde nichts dem Zufall überlassen. Christian fuhr sein Cube Litening Aero. Für den Fall einer größeren Panne stand im Supportfahrzeug zusätzlich ein Cube Litening Air als Ersatzrad bereit. Der Cube Store Eschwege hatte Christian darüber hinaus mit weiterem Material für das Rennen ausgestattet.

Die ersten Kilometer waren noch unruhig. Das Fahrerfeld lag eng zusammen, dazu kamen die zahlreichen Begleitfahrzeuge. In dieser Phase war nicht nur bei den Fahrern Konzentration gefragt, sondern auch hinter dem Steuer der Supportfahrzeuge. Christian fand jedoch schnell seinen Rhythmus und konnte bereits in der Anfangsphase einige Konkurrenten überholen.

Mit jeder Stunde zog sich das Feld weiter auseinander. Irgendwann verschwanden die anderen Fahrer fast vollständig aus dem Blickfeld. Von da an hieß es für Christian: allein durch die Nacht. Und genau diese Phase hat bei allen Beteiligten einen besonderen Eindruck hinterlassen. Über lange Strecken waren Fahrer und Begleitfahrzeug praktisch allein auf der Straße. Dunkelheit, leere Landstraßen, der Lichtkegel vor dem Rad – und immer wieder das Wissen, dass noch viele Kilometer vor einem liegen.

Auch die Navigation war nachts anspruchsvoller, als man zunächst vermuten würde. Ein Abzweig ist schnell übersehen, besonders wenn Müdigkeit und hohe Geschwindigkeit dazukommen. Deshalb lief die Strecke nicht nur bei Christian, sondern zusätzlich auf zwei Navigationsgeräten im Supportfahrzeug mit. Bis auf einige kleinere falsche Abbiegungen funktionierte das sehr gut. Größere Umwege blieben erfreulicherweise aus.

Pausen waren ohnehin kaum vorgesehen. Angehalten wurde nur, wenn es wirklich nötig war. Ganze zwölf Minuten Pause kamen während des kompletten Rennens zusammen! Von 20:36 Uhr am Abend bis zur Ankunft am nächsten Vormittag war Christian damit praktisch durchgehend unterwegs.

Beeindruckend war vor allem, wie konstant er sein Tempo hielt. Am Ende standen 429,42 Kilometer und 3.894 Höhenmeter auf dem Tacho. Die Netto-Fahrzeit betrug 14:17:12 Stunden, der Durchschnitt lag bei 30,24 km/h.

Und einfach wurde es zum Schluss keineswegs. Gerade das letzte Segment hatte es noch einmal in sich. Anspruchsvolles Streckenprofil und längere Kopfsteinpflasterpassagen forderten Fahrer und Material. Zu diesem Zeitpunkt saß Christian bereits seit mehr als zehn Stunden im Sattel. Wo andere längst nur noch Kilometer zählen, musste er noch einmal volle Konzentration aufbringen.
Trotzdem blieb das Tempo hoch.

Als Christian schließlich Görlitz erreichte, wartete dort bereits die Rennleitung. Direkt nach der Ankunft wurde er empfangen und für seine Leistung geehrt. Der erste Platz in seiner Altersklasse war geschafft – doch damit nicht genug: Christian hatte gleichzeitig einen neuen Streckenrekord für die Strecke Eschwege–Görlitz aufgestellt.
Damit endete ein Rennen, das sportlich kaum besser hätte laufen können.

Zurück bleiben aber nicht nur Zahlen, Zeiten und Platzierungen. Es sind vor allem die Bilder aus der Nacht, die leeren Straßen, die vielen Stunden im Sattel und die besondere Atmosphäre eines solchen Rennens, die bei Christian und seinem Supportteam in Erinnerung bleiben werden. Und natürlich ein Ergebnis, auf das Christian Körner stolz sein kann.

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